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Meine Bildergalerie aktualisiere ich stetig mit neuen Bildern aus meinem Läuferleben.

 

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Zugspitz Ultratrail 2022

Back to the mountains

 

So Freunde, da ist er wieder. Und zur Feier des Tages habe ich mir mal eine

englische Überschrift ausgedacht, um hier ein gewisses internationales

Flair reinzubringen. Ihr wisst ja, bei mir geht sonst nur Ostdeutsch ; )

Und weiter geht es mit den guten Nachrichten. Da ich hier soooo lange keinen

zum Besten gegeben habe, könnte es durchaus etwas länger werden.

Nach einer gefühlten Ewigkeit mal wieder ein richtiger Wettkampf und dann gleich mit Bergen, beim größten Trailrunning Event in good old Germany.

Doch bevor ich dazu komme, muss ich zugeben, dass ich vorher schon zwei Wettkämpfe hatte. Einmal habe ich mir die 10000 m im Stadion gegeben. Da war das Körpergefühl hervorragend und die Zeit von 37:12 min konnte sich auch sehen lassen, also viel besser als erwartet. Dann kam der 13. Mai und meine spontane Schnapsidee zu einem Ultra in die Schweiz zu fahren, zum Bielersee Ultra. Ich hatte natürlich die längste Distanz ins Auge gefasst: die kompletten 5 Runden um den See. In Summe also 200 flache Kilometer. Jedoch hatte man während des Laufes die Möglichkeit, die Distanz zu ändern und entweder auf 160 KM oder 120 KM zu verkürzen. 120 KM waren aber das Minimum, um gewertet zu werden. Ja was soll ich sagen, am Ende sind es bei mir „nur“ die 120 KM geworden. Nach 50 KM waren meine alten Probleme und die Schmerzen wieder da. Also habe ich mich noch die restlichen 70 KM um den See geschleppt und nach 13:54 Stunden die Sache beendet. Ich habe zwar die 120 KM Strecke gewonnen, aber das war nicht mein Anspruch und so richtig freuen konnte ich mich auch nicht darüber. Danach war ich zwar erst einmal niedergeschlagen, dass das mit dem Aua noch immer nicht ausgestanden ist, doch dann sagte ich mir: „Sch… drauf….“.

Wenn ich etwas kann, dann Schmerz. Nach so langer Pause ist irgendwann der Punkt erreicht, da hat man einfach keinen Bock mehr immer wieder neu anzulaufen. Da muss eine Entscheidung getroffen werden: aufhören oder durchziehen. Ich habe mich fürs Zweite entschieden, dann dauert es in Zukunft eben etwas länger oder man probiert mal wieder Berge und schwubbs sind wir beim legendären Zugspitz Ultratrail. Man war ich wieder aufgeregt. Trotz jahrelanger Erfahrung wird sich das bei mir wohl nie legen. Das hatte wohl auch etwas mit meiner Entscheidung zu tun, mit den 9 Euro Ticket bis nach Garmisch zu fahren. Doch was soll ich sagen, die Anreise hatte zumindest perfekt funktioniert und ich kann bei der 9 Euro Debatte mitreden.

Zur 10-jährigen Jubiläumsausgabe des ZUT wurde der Startort von Grainau ins Zentrum von Garmisch-Partenkirchen verlegt und das war eine verdammt kluge Entscheidung. Ich gebe mal die Eckdaten durch: 3750 Teilnehmer aus 59 Nationen und rund 650 auf der Königsdistanz, der kompletten Runde um das Wettersteingebirge, der Ultratrail mit seinen 108 Kilometern und 5300 Höhenmetern. Schon am Vortag auf der Expo, beim Abholen der Startunterlagen, war ich erst einmal geflasht. Wie hatte ich das vermisst, nur coole Leute, alte Bekannte, neue Freundschaften und alle tiefenentspannt.

Da wusste ich wieder, hier gehörst du hin. Das ist deine Welt, das kannst du ziemlich gut und das machst du verdammt gerne. Wäre da nicht diese Aufregung. Je näher der Start rückte, je schlimmer wurde es. Ich habe dann gar nicht mehr mitgezählt, wie oft ich das „Örtchen“ besuchte. Ja und die Nacht davor? Welche Nacht überhaupt? Vergesst es, das wird sich nie ändern. Wenigstens hatte ich auf dem Weg zum Start einen Begleiter, so war ich etwas abgelenkt und lernte neues Läuferlatein kennen. Dann waren es nur noch Minuten, die sich wie Stunden anfühlten, und der Richard Strauß Platz zu Garmisch-Partenkirchen wurde voller und voller. Und noch immer warten, noch ein paar einheizende Worte, dann dröhnte endlich Highway to Hell aus den Boxen und anschließend folgte der Countdown. 

7:10 Uhr hatte das Warten ein Ende, Feuer frei, Get ready to rumble oder wie auch immer. Die Anspannung fiel von mir ab, als wäre es das halbe Wettersteingebirge gewesen

und ich konnte mich endlich austoben gehen. Man war das geil, ich hatte schon auf den ersten Metern nichts mehr gesehen, so schwitzten meine Augen.

Strahlend blauer Himmel, Temperaturen im Tagesverlauf von 30 Grad, Berge vor der Nase und den ganzen Tag an der frischen Luft, was will Mann mehr.

Wie ich schon erwähnte, wurde dieses Jahr in Garmisch gestartet, was zur Folge hatte, dass die Streckenführung am Anfang und am Ende eine andere waren. So ging es dieses Jahr gleich zu Beginn hinauf zur Alpspitze. Nach zwei flachen Kilometern warteten stolze 1370 Höhenmeter im Anstieg, verteilt auf 14 Kilometern. Obwohl ich seit einem Jahr nicht mehr in den Bergen war, lief es erstaunlich gut. Stück für Stück den Gipfel entgegen. Kurz vor der Gipfelstation der Alpspitze war der erste Verpflegungspunkt aufgebaut. Diesen erreichte ich nach 1 Stunde und 45 Minuten. Hier testete ich gleich mal meine neu ausgedachte Aufnahme der Verpflegung, die sogenannte Backenhörnchenmethode. Das heißt so viel wie: „kurzer Stopp, alles reinstopfen was geht, bis die Backen ordentlich straff sind. Getränke auffüllen und ganz wichtig, zwei Melonenscheiben auf die Hand und weiter. Dann wird langsam das ganze Zeug Richtung Magen gebracht und zum Schluss muss die Melone dran glauben.“. Ich muss zugeben, das funktioniert super, kann aber noch optimiert werden. 

Die Backenhörnchenmethode

Oben auf der Alpspitze angekommen, ein kurzes Hallelujah, dann habe ich mich in den Downhill gestürzt und das könnt ihr wörtlich nehmen. Der Downhill ist ja nicht gerade meine Stärke, aber ich wollte es einfach mal laufen lassen, in der Hoffnung, dass ich es jetzt draufhabe. Ungelogen, ganze 200 Meter bin ich gekommen und dann lag ich auch schon.

Jetzt war ich erst einmal wieder geerdet und habe es danach so wie immer gemacht. Ganz höflich habe ich mich durchreichen lassen. Ich wurde von einem nach dem anderen überholt, das ging mir vielleicht auf die Nerven. Aber sobald es wieder bergauf ging, war ich der Überholende. Ich sage nur: „Gebaut für die Berge.“ Und spätestens jetzt war ich richtig angekommen im Rennen, immer wieder Bergauf. Über den VP Pestkapelle erreichte ich den Wanningsattel, mit einer Höhe von 2182 Metern der höchste Punkt der Strecke. 51 Kilometer und 3500 Höhenmeter standen jetzt schon auf der Haben Seite. Die 8 Stunden, die ich jetzt schon unterwegs war, fühlten sich gar nicht so an. Ich war noch relativ frisch, obwohl es in den geschützten abwärts Passagen doch recht heiß wurde. Aber was soll`s, es ist Sommer und den durfte ich heute so richtig genießen. Das Gute oder Schlechte an der Streckenführung in diesem Jahr: Nach 67 Kilometern hat man mit 4400 Höhenmetern schon fast alle weg.

Danach kommen nicht mehr viele. Kilometer 67 hieß Scharnitzjoch auf 2048 Metern Höhe und der Weg dort hinauf hatte noch einmal alles abverlangt.

Starker Gegenwind und Kuhherden machten die Sache nicht gerade einfach.

Dafür war es auf der anderen Seite umso wärmer. Jetzt wäre der Wind eine Wohltat gewesen, aber Fehlanzeige. Dafür ging es jetzt einige Kilometer bergab bis zum VP Leutascher Arche. Meine Stöcke hatte ich nur noch zur Sicherheit in der Hand für die schwierigen Passagen, doch dann passierte es. Ganz still und leise gab ein Stock nach und mit viel Glück konnte ich mich noch abfangen. Der Stock hatte weniger Glück, der war Schrott. Jetzt weiß ich wenigsten, was man hört, wenn Carbon bricht, nämlich nichts. Zum Glück brauchte ich sie nicht mehr, denn das mit den Höhenmetern hatte sich so gut wie erledigt. Also Stöcke in den Rucksack und hinunter zum Verpflegungspunkt.

73 Kilometer in den Beinen, 12 Stunden unterwegs und jetzt wartete die Stunde der Wahrheit: ein gut 10 Kilometer langes flaches Stück. Mein Plan war, dass ich noch so fit sein wollte, dass ich dieses Teilstück in einen ordentlichen Laufschritt zurücklegen konnte. Und mein Plan ging so was von auf! Pro Kilometer habe ich 5:40 Minuten gebraucht. Auch wenn es mal weh tat, jetzt war beißen angesagt. Nachdem ich Mittenwald passiert hatte, ging es nochmal

ein paar Meter hinauf zum Ferchensee. Auch hier alles flach, also wieder Tempo machen bis Schloss Elmau. Und wieder hat es funktioniert.

Inzwischen war es schon dunkel geworden und die Stirnlampe musste ihren Dienst aufnehmen. So konnte ich Schloss Elmau nur im Dunkeln erahnen.

Körperlich war ich noch gut dabei, doch der Kopf bekam jetzt seinen ersten Dämpfer. Laut meiner Uhr hatte ich schon alle Höhenmeter abgerissen und jetzt sollte es nochmal 300 Meter nach oben gehen. Das hatte ich überhaupt nicht mehr auf dem Schirm und dann auch keine Stöcke mehr. Jetzt ging es Schlag auf Schlag und meine Stimmung wurde dunkler als die Nacht. Irgendwo im tiefen Wald, kurz vor dem letzten VP, wurden auf einmal

leckere Cocktails angeboten. Dass ich dieses Angebot ausgeschlagen habe, dafür könnte ich mich noch heute …..

Naja was soll`s, es konnte ja auch nicht mehr weit sein bis zum Ziel. Schließlich hörte ich in weiter Ferne schon Musik. Mit jedem Kilometer wurde auch die Musik immer lauter und deutlicher. Es konnte also nicht mehr weit sein.

Doch je deutlicher die Musik wurde, je unwirklicher hatte sich die Sache angefühlt. Arabische Volksweisen im Ziel bei Deutschlands größtem Trailrunning Event? Ich meine, heutzutage ist in diesem Land alles möglich, aber das wäre noch einmal eine ganz andere Nummer gewesen. Wenig später musste ich feststellen, dass das Ziel noch in weiter Ferne lag und die laute Musik aus einer Erstaufnahmelage kam, wo junge Leute ums Feuer tanzten.

Warum auch nicht, trotzdem hatte ich noch ein paar Kilometer vor mir.

Und jetzt hieß es für mich Attacke, hau alles raus was noch geht. Und es ging noch einiges, ich folg förmlich dem Ziel entgegen.

Ja, was soll ich sagen, dann stand ich plötzlich davor. Ich stoppte kurz, mit der Gewissheit, dass die nächsten Schritte die letzten hier sein sollten. Ich zögerte noch, um zu vollenden was vor genau 16 Stunden, 35 Minuten und 19 Sekunden begann. Beim Zieleinlauf ist es bei mir, wie mit der Aufregung am Vortag. Das werde ich wohl nie in den Griff bekommen. Doch beim Zieleinlauf will ich es gar nicht, da darf ruhig die ganze Anspannung, Freude, Stolz, oder was auch immer, alles auf einmal abfallen.

Und wie ich das gerne zelebriere, manchmal muss man sich ab und zu selbst belohnen.

So ging es für mich am Sonntag direkt, für zwei Tage, nach München, wo ich den Rest der Family in Empfang nahm. Am Dienstag ging es dann direkt weiter

zum Hitzetraining nach Dubai, doch das ist eine andere Geschichte ; )

 

Ergebnisse: SALOMON ZUGSPITZ ULTRATRAIL 2022, 15.07.2022-17.07.2022 : : my.race|result (raceresult.com)

 

                                                                             Taucha, den 23.08.2022

 

 

 

 

Badwater 267 VR

Um es schon mal vorwegzunehmen, der alte Diesel kommt wieder ins Rollen.

Zwar nicht mehr ganz so spritzig, aber er zieht durch.

Wie im letzten Bericht erwähnt, habe ich mich im Januar einer virtuellen Laufveranstaltung gewidmet. Ziel war es, vom 1. bis 31. Januar 267 Meilen zu laufen, also rund 430 Kilometer. In meinen Spitzenzeiten hätte ich das mit einer A….backe abgerissen, aber diese Zeiten sind schon etwas her.

Deshalb war ich mir nicht sicher, ob ich schon wieder zu solchen Umfängen in der Lage bin. Und nach fast 2,5 Monaten und knapp 1000 Kilometer, kann ich sagen: „Ich bin, ich kann und ich werde.“ Alles natürlich mit der nötigen Vorsicht, denn die längeren Sachen fühlen sich noch nicht so rund an. Kurze und flotte Sachen funktionieren schon wieder ganz gut.

Aber zurück zum Badwater 267 VR. Am 24. Januar hatte ich die 430 Kilometer in der Tasche und am 31. Januar waren es stolze 526 Kilometer und einmal war sogar eine Marathondistanz dabei. Inzwischen ist schon eine weitere dazu gekommen und in ein bis zwei Wochen will ich mich mal an der 50 KM Marke probieren. Sollte das auch funktionieren, ziehe ich es ernsthaft in Erwägung, Mitte Mai mich wieder einem richtigen Brett zu stellen.

Aber alles janz langsam und mit der nötigen Gelassenheit eines in der AK 50 startenden Langstreckenläufers. Ja, die Uhr tickt und seit diesem Jahr hat es mich wieder eine Altersklasse nach hinten geschoben.

Dann hoffen wir mal, dass für mich das Gleiche zutrifft, wie mit dem Whisky…

Einen habe ich dann doch noch. Natürlich gab es beim Badwater 267 VR auch

Finisher Geschenke. Für 99 Dollar Startgebühr gab es die unten im Bild aufgeführten Sachen und natürlich kam noch eine Versandkostenpauschale für das Ausland dazu. Aber was soll der Geiz ; )

Ich fand es jedenfalls spannend, per Tracking, den Weg des kleinen Päckchens zu verflogen. Von Kalifornien ins wunderschöne Taucha.

In Frankfurt wurde es dann richtig heftig. Erst durch den Zoll, dann wieder zurück, dann festgehalten und dann doch weiter. Und das böse Erwachen kam dann auf der Poststelle. Ja, ihr habt richtig gehört, dass Päckchen musste abgeholt werden und ich durfte noch 10 Euro Zoll bezahlen. Das ist echt der Hammer, soviel ist der Inhalt gar nicht wert, jedenfalls der materielle. So, nun lasse ich es gut sein für heute. Bleibt gesund und bis bald.

 

 

                                                                                     Taucha, den 10.03.2022

 

 

 

Lebt denn der alte Langstreckenläufer noch?

                                 JAAA er lebt noch!

Lange, lange ist es her, als ich diese Seite das letzte Mal mit Leben füllte.

Aber diese Seite war ja dazu gedacht, um von glorreichen Heldentaten zu berichten. Ja, und dann kam 2021, mein Jahr zum Vergessen. Natürlich nur, was die Lauferei betrifft. Verletzung, Verletzung, Verletzung und immer die gleiche Sch… Deshalb wollte ich an dieser Stelle nicht ständig nur jammern, sondern habe mich mal fast komplett zurückgezogen.

Ein komplettes Jahr ohne Wettkampf hatte ich so auch noch nicht.

Immer wenn ich dachte, jetzt geht es wieder, wurde ich gnadenlos ausgebremst.

Ein kleines Highlight hatte ich dann doch.

Sommerurlaub in Sölden und die Berge direkt vor meiner Nase, da konnte ich nicht widerstehen. 1000 Höhenmeter + X noch vor dem Frühstück, Läuferherz was willst du mehr. Da war zum einen das Brunnenkogelhaus auf der „stillen“ Seite Söldens mit 1313 HM auf 7 Kilometern und einem genialen Sonnenaufgang. Zum anderen wäre noch der Aufstieg auf den 3056 Meter hohen Gaislachkogel zu erwähnen. 10 Kilometer nur bergauf, 1711 HM am Stück und auf dem letzten Kilometer satte 300 Höhenmeter. Der Puls hämmert, die Lunge brennt und schon ein leichter Geschmack von Blut, da fühlt man sich richtig lebendig.

Ja, und in Obergurgl war ich auch noch unterwegs. Einmal zur Piccardbrücke und auf der anderen Seite wieder zurück. 18 Kilometer Gletschererlebnis vom Feinsten. Die 3 Stunden Laufzeit sagen schon alles aus. Ein Kindergeburtstag war das mit Sicherheit nicht. Insgesamt bin ich dort auf 7500 Höhenmeter gekommen und kaum zurück in der Heimat war wieder der Ofen aus, aber das war es mir wert. Nur dass ich den für Oktober geplanten 100 Meiler im Taubertal absagen musste, schmerzte dann doch schon gewaltig.

Brunnenkogelhaus

 

Auf dem Weg zum Gaislachkogel

 

 

Gletscherwelt Obergurgl

 

 

Piccardbrücke

 

 

So langsam läuft es aber wieder, die Schmerzen werden weniger und die Ausdauer kommt zurück. Das erste Highlight im neuen Jahr ist auch schon gesetzt, b.z.w. ist im vollen Gange. Der Badwater 276 VR läuft bereits.

Oops, habe ich da gerade Badwater gesagt, dazu später mehr.

Der 276 VR ist so eine virtuelle Veranstaltung (was ich eigentlich nie mitmachen wollte) wo man 276 Meilen (430 km) vom 1. bis 31.Januar laufen muss.

Das sollte ich eigentlich hinbekommen und wenn dann nichts mehr weh tut, dann kann es richtig los gehen. Da werde ich sicher wieder den ein oder anderen Weitwanderweg unter die Füße nehmen. Als ersten richtigen Wettkampf schwebt mir der Oberlausitztrail vor, und dann sage ich mal, Back to the roots. Im Juli mache ich mal wieder den Zugspitz Ultratrail.

Der perfekte Einstieg für die längeren Sachen. Im Oktober will ich dann mit dem Taubertal 100 die Quali für den Badwater klar machen.

So jetzt ist es endgültig raus, 2023 will ich mich für den Badwater Ultramarathon im Death Valley bewerben.

Wie sagte einst der Große Muhammad Ali: „Wenn mein Kopf es sich ausdenken kann, mein Herz daran glauben kann, dann kann ich es auch erreichen.“

Ja, und es ist schon verdammt lange in meinem Kopf, und ich würde es mir nie verzeihen, es nicht wenigstens versucht zu haben. Ich werde euch auf dem Laufenden halten. Einen kleinen Rausschmeißer hätte ich dann doch noch.

Silvester 2021: die obligatorischen Glückskekse werden gereicht und welchen Spruch ziehe ich im zweiten Versuch: „Never give up“

Ein Zeichen? Ich denke schon..

Also bleibt schön gesund und bis demnächst.

 

                                                                                       Taucha,den 06.01.2022

 

 

 

 

Alles auf Anfang

 

Es war einmal….

 

So müsste ich jetzt eigentlich mit diesen Zeilen beginnen. Es war schon verdammt lange her, als ich das letzte Mal Einen zum Besten gegeben habe. Und wenn ich dann noch auf die letzten großen Schlachten zurückblicke, wird mein kleines Herzl ganz schwer. Aber der Blick ist wieder nach vorn gerichtet und die längste Laufpause ever ist schon fast wieder vergessen. Von Mitte Dezember bis Mitte April habe ich notgedrungen die Füße stillgehalten. Nur in der einen Winterwoche, mit ordentlich Schnee, da konnte ich nicht widerstehen und habe mir die Langlaufski unter die Füße geschnallt. Jetzt bin ich seit ein paar Wochen wieder zu Fuß unterwegs, aber die lange Pause hat echt Spuren hinterlassen. Mir kommt es so vor, als ob ich das Laufen gerade neu erlerne. Aber die verdammte Verletzung zwingt mich noch, im Schongang, die erwachende Natur zu erkunden. Ein völlig neues Gefühl für mich, aber ich bin dankbar, dass ich mich überhaupt wieder bewegen kann. Deshalb werde ich dieses Jahr ganz entspannt angehen und einen „Ruhigen“ machen. Der Mozart 100, der noch offen war, wurde auf den September gelegt. Das kam mir ganz gelegen, und so konnte ich von meinem Startplatz zurücktreten. Im Juli wollte ich eigentlich meinen ersten Backyard Ultra machen, aber auch hier hängen die Trauben zur Zeit noch etwas zu hoch. Deshalb musste ich schweren Herzens auch hier leider absagen. So bleibt nur noch der Taubertal 100 im Oktober übrig. Der muss unbedingt fallen. Ja, und wenn das passieren sollte, dann wird es wieder episch. Mehr möchte ich erst einmal nicht verraten.

Nur so viel, wenn sich eine Idee in meinem Kopf erst einmal festgesetzt hat, dann habe ich sie nie mehr rausbekommen. Und das Ding wächst und wächst. Aber wie gesagt, alles schön langsam und Step by Step. Erst mal der Taubertal 100 und dann sehen wir weiter.

Ich halte euch auf dem Laufenden, auch wenn sich vorher noch etwas ergeben sollte.

Also bleibt schön gesund und macht euer Ding.

 

                                                                                  Taucha, den 02.06.2021

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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